|
Bei Linie 8540 eingeben |
|
Seit Beginn der 90er Jahre werden Heckrinder,, rückgezüchtete
Auerochsen" verstärkt in Deutschland zur Landschaftspflege eingesetzt. Die
Bezeichnung "Heckrind" geht auf die Züchtungsexperimente der Gebrüder
Heck zwischen den Weltkriegen zurück,die versuchten,durch Kreuzung von ursprünglichen
Hausrindrassen ein phänotypisch dem ausgestorbenen Auerochsen ähnliches Rind
zu züchten. Nach dem 2. Weltkrieg führten nur einige wenige Zoos und Wildparks,darunter
seit 1952 das "Eiszeitliche Wildgehege im Neandertal",die Arbeit der Gebrüder
Heck systematisch fort. An der Renaissance der rückgezüchteten Auerochsen
haben in den letzten Jahren Naturschutzverbände und eine stetig wachsende Zahl
privater Züchter einen erheblichen Anteil. Europaweit gibt es heute ca. 2000 Auerochsen
und in Deutschland ca.480 Tiere Die Auerochsen waren eines der wichtigsten Beutetiere der Steinzeitmenschen.Ursprünglich
bewohnten die Tiere weite Teile Europas,Nord-Afrikas und West-Asiens. Dort lebten sie
in Steppen,Waldlandschaften,Auen und auch in Gebirgen. Im Laufe der Zeit führte
jedoch die Zerstörung ihres Lebensraums durch den Menschen,die Konkurrenz durch
Weidevieh und schließlich ihre direkte Verfolgung zur völligen Ausrottung.
So wurde die letzte wilde Auerochsenkuh vermutlich 1627 in Polen erlegt. |
|
Morphologie |
Stiere ausreichende |
Kühe Brusttiefe |
|
rückenlinie gerade gut ausgebildete Hinterhand ohne nur gering ausgebildete Halswanne schwarze deutlicher Geschlechtsdimorph ausgeprägte Nackenmuskulatur Widerristhöhe >160 cm Gewicht ca 900 kg. kurzer Hodensack |
oder leicht eingesenkt übermäßige Muskulatur (Triel) und Brustwanne Schleimhäute ismus in Größe und Gewicht Widerristhöhe >140 cm Gewicht ca 600 kg. kleines Euter |
|
|
Kopf und Hörner |
langer Schädel,Stirn breiter als bei Kühen, dicke Hörner (Umfang
des Knochen-zapfens an der Basis 27-42-cm;Mittel 34cm) Hornlänge (Knochenzapfen
+Hornscheide |
dünnere Hörner(Umfang des Knochenzapfens an der Basis 18 - 28 cm;Mittel
23 cmHornlänge(Knochenzapfen + 38 - 59 cm;Mittel 42 cm Hörner ähnlich
wie bei Stieren, jedoch Stellung |
|
Fell |
im Sommer kurz und glänzend,im Winter von Sommer - Farbe schwarz mit hellem Aal- strich,leicht brauner oder grauer Sattel möglich weißes "Flotzmaul",Ausdehnung und Helli Kälber einfarbig braun,Umfärbung in |
dichter und länger mit klar definierten Übergang |
|
Verhalten |
soziale Einbindung in die Herdenstruktur |
Mutterinstinkt voll ausgebildet mit wahrscheinlich getrennter Rangordnung bei evtl.Revierbildung bei Stieren Geburten im Frühjahr |
|
Der Nachwuchs |
|
Geburten erfolgen zu allen Jahreszeiten,in der Regel ohne den Tierarzt.Vor der Geburt
sondern sich die Kühe oft von der Herde ab.Die Kälber liegen dann mehrere
Stunden an einer Stelle und werden von den Besuchern für tot gehalten.In den folgenden
Tagen,wenn die Mutterkuh wieder mit der Herde ziehen will,liegt das Kalb oft an einer
Stelle und blökt. Die Mutter lässt es in der Regel blöken bis es aufsteht
und ihr zur Herde folgt.Solche Verhaltensweisen sind normal und kein Grund zur Beunruhigung
oder Alarmierung der Hegemeister. |
|
Vorteile |
|
Bei der Beweidung ensteht eine hohe Kräuterbildung und es wachsen seltene Gräser auf der Grasnarbe. |
|
Das Auerochsenfleisch hat die Eigenschaften von gutem Rindfleisch,aber
es ist intensiver im Geschmack.Durch die kurzen Fleischfasern ist es sehr zart. Untersuchungen
haben ergeben,daß Auerochsenfleisch weniger Fettanteile hat und cholesterinärmer
ist als Rindfleisch. Proteinanalysen zeigen ein günstiges Verhältnis der
Aminosäuren,das eine höhere Proteinverfügbarkeit bedingt.Die dunklere
rote Farbe wird durch die vom Rindfleisch abweichende Zusammensetzung an Mineralien,insbesondere
den höheren Gehalt an Eisen,verursacht.Geringe Wasseranteile wirken sich beim
Braten aus,das Fleisch schrumpft nicht.
|
|
Auerochse |
Rind |
Huhn |
|
|
Cholesterin |
55 mg |
65 mg |
72 mg |
|
Fett |
5 g |
14 g |
7 g |
|
Kalorien |
130 |
210 |
167 |
|
Eiweißstoffe |
21 g |
19 g |
25 g |